Modulare Grundschulen Berlin

Modulare Grundschulen Berlin

2018
  • Wettbewerb 2. Preis
  • mit HerbstKunkler Architekten/ aim busse architekten ingenieure

Entwicklung von Neubauten dreizügiger modularer Grundschulen mit modularen Sporthallen auf fünf bis zehn Grundstücken in verschiedenen Bezirken Berlins. Die Typenbauten sind mit ihren Schulfreiflächen in die unterschiedlichen Kontexte einzubinden. Die Freiflächen werden unter Betrachtung der Potentiale der jeweiligen Standorte als multifunktionale Spiel- und Lernorte mit Ruhezonen entwickelt; Standardleitdetails werden eingepasst.

Realisierungswettbewerb mit Verhandlungsverfahren für Architekten als Generalplaner

mit:
HerbstKunkler Architekten
aim busse architekten ingenieure
B4-PLan Ingenieurgesellschaft mbH,
R&P Ruffert Ingenieurgesellschaft mbH

Freianlagen:
Verfasserin: D. Eggert-Heerdegen Mitarbeit: J.F. Baiao Castanheira, D. Mazur

 

Entwurfsbeschreibung Freianlagen

Mit den Setzungen der Baukörper in die städtebaulichen Strukturen im Landschaftskontext ergeben sich fünf Raumbilder. Jeder der fünf Standorte besitzt eigene Charakteristika, die Einbindung der Modularen Grundschulen und die Gestaltung der Freianlagen erfolgen daher standortspezifisch aber nach gleichbleibenden Prinzipien. Die sensible Implementation der Elemente mit Bezug auf Städtebau, Topografie, Vegetation sowie soziale und funktionale Abläufe soll bei ähnlichen Baustandards individuelle Lebensräume für die Nutzer ermöglichen.

Prinzipien der Freianlagengestaltung:

  • Rahmenbildung um die Baukörper ermöglicht Synergieeffekte z.B. bei Adressbildung, Zugänglichkeit, Übersichtlichkeit, Reinigung, Sicherheit
  • Zonierung der Freiräume nach Altersklassen mit fließendem Übergang entsprechend des Wachstums der Kinder
  • standortspezifische Themen (z.B. Spielterrassen, Spiellandschaft, Spiel im Hain, Dorfspiel, Farbenspiel)
  • anpassbare, multifunktionale, Spielelemente mit Förderung intrinsischer Bewegungsabläufe
    Einbindung der Sportanlagen
  • weiche Raumbildung mit Pflanzungen an den Rändern und als Einzelinterventionen zur Raumgliederung und Förderung des Naturerlebens im Laufe der Jahreszeiten.

Elsenstraße: Einbindung der Hänge in das Freiraumkonzept als Spielterrassen mit Elementen zum Klettern, Hangeln, Rutschen z.B.  mit Spielturm, Seilhilfen, bearbeiteten oder natürlichen Hölzern, altersgestaffelte Spielhöfe zwischen den Häusern

Schleizer Straße: Entwicklung des Rot-Ahorn-Hains zum Spielhain mit Zonen als Treffpunkte, für Rollenspiel, bewegungsfördernde Elemente zwischen den Bäumen sowie mit Interventionen für Lichtungen und Ruhezonen.

Conrad-Blenkle-Straße: Entsiegelung, Multifunktionsanlagen (ggf. reduzierte Spielfeldgröße), Naturerfahrungsräume unter Bäumen, Schulgarten z.B. als Bauerngarten, z.B. dezentes Farbenspiel mit Bezug auf denkmalgeschütztes Bruno-Taut-Haus gegenüber.

Alt-Blankenburg: Dezentrale Anordnung verschiedener Freiraumtypologien („Dorfspiel“) mit Atmosphären wie Spiel unter Bäumen im Park, Lichtung, Treffpunkt am Platz, Parcours, (Spiel-) Feld

Koppelweg: Stadtrand mit Übergang in die Landschaft, Freiraumgestaltung mit Spiel- und Schulgartenterrassen von der Gebäudegeometrie in den Naturerfahrungsraum übergehend.